Mein Tagebuch

Ich zeige Dir meine Lieblingspflanzen

Eindrücke der Kräuterwanderung in der Dithmarscher Scheiz

Am Samstag war es endlich soweit, die erste Kräuterwanderung in diesem Jahr. Gut gelaunt geht es bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen los.

Man mag es gar nicht glauben, aber der Weg am Anfang ist recht abschüssig und auch die Umgebung ist geprägt durch kleine Hügel. Wir sind in der Dithmarscher Schweiz und der Rückweg wird uns diesen Weg auch wieder hinauf führen.


Ein paar Eindrücke entlang des Weges.

Wer Platz in seinem Garten hat, gern einmal stehen lassen. Die gelbe und weiße Taubnessel.


Beide sind ein absoluter Hummelmagnet und wenn man schnell genug ist, lassen sich die Blüten vorsichtig abzupfen und die köstliche Süße auslutschen. Ein herrlicher Geschmack. Die Blätter beider Pflanzen sind auch hervorragend in Salaten zu verwenden.

Der Tag steht unter dem Motto „es wird lila“…

Das Veilchen.
Der Gundermann oder auch Gundelrebe rankt diesen umgefallenen Baum empor, wie eine Rebe. Aus den Blättern lässt sich das Wiesen-After-Eight zaubern. Sie sind aber auch klasse zum Würzen von Salaten. Vorsichtig, der Geschmack ist herb und sehr intensiv. Die Blüten eignen sich super zum Verzieren von kleinen Frischkäsebällchen oder Salaten. Der Geschmack der Blüten im Gegensatz zu den Blättern ist überraschend. Probiert es, nach vorheriger eindeutiger Bestimmung der Pflanze, mal aus.
Der kriechende Günsel. Ganz anders kommt er daher als der Gundermann.
Lila? Aber ja, nur noch ein bisschen Geduld. Die tolle Heidelbeere. Das Fruchtfleisch unserer heimischen Heidelbeeren ist dunkel. Anders die im Supermarkt oft zu kaufenden eingeführten Beeren, deren Fruchtfleisch ist hell. Testet es mal.
Was ist denn das für ein „Gerippe“? Das sind die Samenstände der Knoblauchsrauke und in diesem Entwicklungsstadium lassen sie sich direkt am Wegesrand naschen oder für zu Hause sammeln. Sie sind pfeffrig und feurig. Sind die in den Hülsen befindlichen Samen (wie klitzekleine Bohnen) noch grün, ist der Samenstand meistens noch weich und kann im ganzen verwendet werden. Sollten die Samen bereits schwarz sein, dann die Samen aus den Hüllen lösen und so als Pfefferersatz zum Würzen verwenden.
Zu welcher Pflanze mag dieses Blatt gehören? Auf der Blattunterseite hell silbrig glänzend. Sie können jetzt noch gesammelt und großartig getrocknet werden. Im Herbst und Winter lassen sich daraus aromatische Tees gestalten.

Schöner kann diese Kräuterwanderung nicht enden.